Xerostomie, also das subjektive Gefühl eines trockenen Mundes, gehört zu den häufigeren und zugleich am seltensten angesprochenen Beschwerden der Mundhöhle. Etwa jeder fünfte Mensch1 ist von Mundtrockenheit betroffen, oft ohne sich möglicher Ursachen oder Tragweite bewusst zu sein.
Obwohl viele Menschen ihrer Mundtrockenheit eine geringe Bedeutung beimessen oder sie stillschweigend hinnehmen, kann sie vielfältige Beeinträchtigungen nach sich ziehen. Sowohl das subjektive Trockenheitsgefühl (Xerostomie) als auch eine objektiv messbare Hyposalivation können - unabhängig voneinander oder gemeinsam - die Gesundheit und das Wohlbefinden empfindlich stören. Besonders ältere Menschen, Frauen in den Wechseljahren sowie Menschen mit regelmäßiger Medikamenteneinnahme sind häufig mit diesen Phänomenen konfrontiert. Sie zählen zu den Hochrisikogruppen für Xerostomie und Hyposalivation. Als zentrale Anlaufstelle für Alltagsbeschwerden spielt die Apotheke eine entscheidende Rolle bei der Beratung rund um Mundtrockenheit.
Kunden erkennen und beraten: Mehr über die Ursachen von Xerostomie erfahren.


Wie können Sie in der Apotheke erste Anzeichen erkennen, betroffene Kundinnen und Kunden gezielt identifizieren und adäquate Hilfe anbieten? Wir möchten Sie dabei begleiten, Xerostomie im Apothekenalltag mehr Aufmerksamkeit zu schenken – mit Hintergrundwissen, konkreten Empfehlungen und praxisnahen Tipps für die Beratung.
Mit unserer Dentalhygienikerin und Präventionsmanagerin Nora-Sophie Feulner B. Sc. – melden Sie sich jetzt an!

Ein trockener Mund bedeutet weit mehr als ein lästiges Gefühl. Sobald sich die Schleimhäute über längere Zeit ohne ausreichende Speichelbefeuchtung befinden, verändert sich das Milieu im Mund. Die schützende und reinigende Wirkung des Speichels – etwa die Remineralisierung von Zahnschmelz, die Neutralisierung von Säuren und die Hemmung krankmachender Keime – verliert an Effektivität. In der Folge steigt das Risiko für Karies, Zahnfleischentzündungen (Gingivitis) und Mundgeruch. Auch eine orale Candidose formiert sich bevorzugt in einem trockenen Mundraum.
Vor dem Hintergrund dieser gesundheitlichen Auswirkungen sollte eine Mundtrockenheit keinesfalls unterschätzt werden. Eine gezielte Auseinandersetzung mit möglichen Ursachen sowie die interdisziplinäre zahnmedizinische, fachärztliche und pharmazeutische Beratung sind wichtige Schritte.


Mundtrockenheit ist ein häufiges Phänomen mit vielfältigen Ursachen – von harmlosen Auslösern bis hin zu ernstzunehmenden Grunderkrankungen. Für pharmazeutische Fachkräfte ist es wichtig zu wissen, dass insbesondere viele Arzneimittel, chronische und Autoimmunerkrankungen sowie altersbedingte und hormonelle Veränderungen zu Xerostomie führen können.
In der Apotheke haben Sie die Möglichkeit, zum ersten Ansprechpartner für Ihre Kunden zu werden, die ihre Mundtrockenheit entweder noch nicht als Problem erkannt oder sich damit abgefunden haben. Im Beratungsgespräch lassen sich typische Hinweise auf Mundtrockenheit gut erkennen. Manchmal reicht ein Blick in den Medikationsplan, manchmal können Sie aus vorliegenden Verordnungen Rückschlüsse ziehen.
Im Folgenden geben wir Ihnen einen Überblick über häufige Ursachen von Xerostomie und Hyposalivation, die Sie zum Anlass für eine kundenorientierte Beratung in der Apotheke nehmen können.
Xerostomie kann durch zahlreiche alltagsbedingte Einflüsse entstehen, die entweder die Speichelsekretion hemmen oder den Flüssigkeitshaushalt im Mundraum stören.
Tipp für die Beratung: Fragen Sie Ihre Kundinnen und Kunden gezielt nach Lebensstilfaktoren wie Trinkmenge, Rauchen, Schlafverhalten etc.
Tipp für die Beratung: Medikamentenanamnese durchführen, gezielte Rücksprache mit Arztpraxis bei Verdacht auf arzneibedingte Xerostomie.
Xerostomie kann durch verschiedene Grunderkrankungen ausgelöst werden.
Eine anhaltende Hyposalivation kann darüber hinaus entzündliche Prozesse im Mundraum begünstigen – so etwa die Entstehung von Gingivitis, die Therapie von Parodontalerkrankungen oder die Adaptation von Zahnersatz erschweren.
Tipp für die Beratung: Nach bestehenden Grunderkrankungen fragen, auch bei unklarer Symptomatik.
Tipp für die Beratung: Frauen in den Wechseljahren aktiv auf Mundtrockenheit ansprechen und über Zusammenhänge informieren
Am 19.10.2026 mit unserer Dentalhygienikerin und Präventionsmanagerin Nora-Sophie Feulner B. Sc. – melden Sie sich jetzt an!



Nicht alle Beschwerden werden offen angesprochen – Mundtrockenheit gehört eindeutig dazu. Viele Kundinnen und Kunden nehmen die Symptome hin, oft ohne richtige Einordnung. Umso wichtiger ist die Rolle der Apotheke: Sie können die Anzeichen erkennen, gezielt nachfragen und so auf mögliche Lösungen für ein oft stilles, aber belastendes Problem aufmerksam machen. In manchen Fällen vielleicht auch erste Hinweise auf eine bislang nicht bekannte Grunderkrankung erkennen.
Wer Xerostomie aktiv anspricht, zeigt nicht nur einmal mehr fachliche Kompetenz, sondern positioniert sich als aufmerksamer und verlässlicher Partner für alltagsnahe Hilfe. Gleichzeitig entsteht Raum für sinnvolle Produktempfehlungen, die echten Nutzen bringen – für Ihre Kundinnen und Kunden und für Ihre Apotheke.
Immer auf dem neuesten Stand: Mit unserem Newsletter "TePe ApoNews" rund um Mundgesundheit und Mundtrockenheit.
Wenn Flüssigkeitszufuhr und bestimmte Lebensmittel nicht ausreichen, um die Beschwerden der Mundtrockenheit zu reduzieren, stehen unterschiedliche Präparate zur Verfügung, welche durch Befeuchtung der Mundschleimhäute oder Anregung der Speichelproduktion Besserung bringen können. Verschiedene Mittel und Wege können dabei helfen, dass – eine Mindestfunktion der Speicheldrüsen vorausgesetzt – im Mund wieder mehr Speichel gebildet wird und sich die trockene Mundschleimhaut erholt.
Für leichte bis mittlere sowie für starke Beschwerden von Mundtrockenheit stellen wir verschiedene Rezepturen zur Verfügung:
Insbesondere bei Mundtrockenheit empfehlen wir ergänzend zur Mundpflege unsere TePe Interdentalbürsten Extra Soft – erhältlich in 6 Größen. Bei eingeschränkter Speichelproduktion steigt das Risiko für Karies, eine schonende Reinigung der Interdentalräume unterstützt den Schutz der Zahnsubstanz zusätzlich.

Mundtrockenheit stellt besondere Anforderungen an die Mundpflege. Für die Beratung in der Apotheke bedeutet das, dass die Produkte für die tägliche Anwendung besonders sorgsam und an die individuellen Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten ausgewählt werden sollten.



TePe ist die Marke für Mundpflege aus Schweden und für seine vielseitige Auswahl an Interdentalbürsten bekannt. Seit 1965 stellt TePe in Zusammenarbeit mit zahnmedizinischen Experten hochwertige Mundpflegeprodukte her, die die Zahngesundheit stärken. Als Marktführer mit jahrelanger Erfahrung und Tradition im Bereich Interdentalpflege setzen wir uns für eine umfängliche Mundgesundheit ein.
Unsere Lösungen entstehen in Zusammenarbeit mit zahnmedizinischen Experten und basieren auf wissenschaftlichen Erkenntnissen. Für eine optimale Mundgesundheit ist eine gezielte und schonende Pflege entscheidend. Deshalb bieten wir neben Interdentalbürsten und Soft-Zahnbürsten auch Produkte an, die speziell auf die Bedürfnisse bei trockenem Mund und reduziertem Speichelfluss abgestimmt sind.

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Quellenverzeichnis:
1 Furness S, et al. Interventions for the management of dry mouth: topical therapies. Cochrane Database Syst Rev. 2011 Dec 7;(12):CD008934.
2 Huang S, Zeng X, Deng S, He S, Liu F. Prevalence of xerostomia in patients with type 2 diabetes mellitus: a systematic review and meta-analysis. BMC Oral Health. 2025 Apr 29;25(1):662. doi: 10.1186/s12903-025-05992-6. PMID: 40301819; PMCID: PMC12042386.
3 TePe/YouGov Befragung Dezember 2024/Basis = 2050